Gedicht für zwei Personen

/alles muss scheiden

 

I

II

 

Weiße Blüten quellen auf

Meine Füße noch in warmer Decke

strecken sich schwer

die Arme, der Rücken, im Baumwollmeer

in's kühltrübe Blau

erwacht und noch suchend

der Asphalt rauscht

das Volk schwirrt schon aus

wie Insekten beim Sammeln

mein Werk ist gehüllt

heimlich gelauscht

ins seidene Tuch

wo fremde Gespräche

verstummt sind noch

Sorgen verborgen

meine Hände und ruhen

sonnige Felder, die

der Geist derweil träumt

friedlich und warm

von Liebe umhüllt

liegen, da liegen

zu sein was wir sind

und freudig belebt

in deinem Arm, wo

Düfte sich heben

nichts ist vergessen

wenn die Schatten sich regen

wir sind nicht verlassen

auf kühleren Seiten

sind wir gewärmt

streift auch das Licht

in unserer Nähe

über narbige Rinden, die

finden wir

farbenbemalt

Trost, wenn wir ihn brauchen

verschwinden

unsere Leiden

wie alles muss

scheiden.

 

 

 

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